Programmarchiv 2019

Programm 2019-3

Liebe Kolpingschwestern,
liebe Kolpingbrüder,

von Abbe´ Pierre stammt der Ausspruch:

Gott hilft immer. Nur kommt er oft mit einer Viertelstunde Verspätung, damit wir zeigen können, wie weit unser Glaube reicht.

Haben wir es nicht schon einmal erlebt, dass wir, im Vertrauen auf Gott, Atheisten nennen es Vertrauen auf den Zufall, gehofft und manchmal auch dafür gebetet haben, dass eine bestimmte Situation eintritt? Sie kam nicht. Wir waren enttäuscht und manchmal auch verzweifelt.
Doch im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass das, was kam, zwar nicht unseren ursprünglichen Erwartungen entsprach, sich aber dennoch als gut herausstellte. Kam Gott da eine Viertelstunde später um es zum Guten zu wenden? Lenkte er seine Fügung deshalb in eine andere Richtung?

Martin Luther drückt das so aus:

Wenn nicht geschehen wird was wir wollen, so wird geschehen was besser ist.

Wir glauben an Gott und sein Wirken. Richten wir deshalb unser Wirken in der Kolpingsfamilie auf ihn aus. Dann ist es bestimmt nicht verkehrt, wenn er sich manchmal eine Viertelstunde verspätet und es im Endeffekt doch richtet und zum Guten führt.

Bei festgelegten Terminen jedoch, auch bei unserer Kolpingsfamilie, ist Pünktlichkeit immer noch die beste Alterative.

Treu Kolping

Willi Enders
Mitglied des Leitungsteams

Programm 2019-2

Liebe Kolpingsfamilie!

Das Herz sprechen lassen

Eine kurze Geschichte von Bertold Brecht begleitet mich seit Jahren. Darin bringt er eindringlich zum Ausdruck, wie die Erschütterung über das ganze Verhalten uns dazu auffordert, mehr unser Herz sprechen zu lassen.

Die Überschrift lautet: Fahrend in einem bequemen Wagen.

Fahrend in einem bequemen Wagen

Auf einer regnerischen Landstraße
Sahen wir einen zerlumpten Menschen bei Nachtanbruch
Der uns winkte, ihn mitzunehmen, sich tief verbeugend.
Wir hatten ein Dach und wir hatten Platz und wir fuhren vorüber
Und wir hörten mich sagen, mit einer grämlichen Stimme: Nein
Wir können niemand mitnehmen.
Wir waren schon weit voraus, einen Tagesmarsch vielleicht
Als ich plötzlich erschrak über diese meine Stimme
Dies mein Verhalten und diese
Ganze Welt.

Bertold Brecht

Wenn wir uns trauen, unsere „blinden Flecken“ zu beackern, unseren Panzer aufzubrechen, können tatsächlich Früchte zum Vorschein kommen, die uns und anderen zu Herzen gehen werden. Dann wird der scheinbare Gegner oder Feind, der Fremde zum Mit-Menschen.

Beste Grüße Treu Kolping

Alexander Vogl
Präses

Programm 2019-1

Liebe Kolpingschwestern,
liebe Kolpingbrüder,

„Es ist falsch, den unangenehmen Dingen im Leben immer auszuweichen zu wollen…
Aber ich denke ernsthaft darüber nach…“
(Charlie Brown) 

Wir werden regelmäßig mit unangenehmen Dingen auf die Prüfung gestellt. Vieles lassen wir an uns abprallen und beschäftigen uns nicht damit. Wir sollen trotzdem mit offen Augen durch die Welt gehen und auch auf unangenehme Dinge achten.

Schaue ich bei Stetigkeiten weg, da ich Angst habe als Zeuge aussagen zu müssen oder sogar in die Streitigkeiten mit involviert zu werden. Aber dies sind Situationen da solle man die Zivilcourage besitzen und sagen ich schaue hin und helfe, vielleicht ist es nur ein Anruf bei der Polizei.

Wir als Kolpingsfamilie sollen die Augen offen halten und die unangenehmen Dinge sehen und annehmen.  

Treu Kolping und Beste Grüße 

Johannes Schneider